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Zahnarzt Birgel · Implantologie & Ästhetische Zahnheilkunde
Dr.med.dent. Matthias Birgel
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Gesundheitsnews



Tipps, wie man sich nach der Weisheitszahn-OP richtig verhält
Tipps, wie man sich nach der Weisheitszahn-OP richtig verhält


Dentalplus: Schnell wieder fit nach der Weisheitszahn-OP

Sie sind gefürchtet, jeder hofft, sie gar nicht zu bekommen – oder sie behalten zu dürfen: die Weisheitszähne. Auf Instagram erzählen Promis ihre Weisheitszahn-Geschichten, Freunde berichten von tagelangen höllischen Schmerzen und dicken Backen. Bei vielen heilen die Wunden aber deutlich schneller – das richtige Verhalten nach dem Eingriff hilft dabei.


Richtiges Kühlen hilft bei der Wundheilung

Schmerzen und Schwellungen sind nach der Entfernung der Weisheitszähne normal. Das Kühlen mit Eispacks hilft, diese abzumildern. Nach der Weisheitszahn-OP, noch auf dem Heimweg, sollten die betroffenen Stellen gekühlt werden. So werden Schmerzen und auch die Gefahr von „Hamsterbacken“ in den kommenden Tagen verringert. Aber auf keinen Fall sollte Eis oder ein Kühlpack die Haut direkt berühren. Es drohen Erfrierungen. Besser: Nassfeuchte Waschlappen verwenden oder die Kühlpacks in Stoff einwickeln.

„Je nach Schwellung werden Waschlappen und Kühlpacks mehrere Tage lang – auch nachts – ständiger Begleiter sein“, meint Dr. med. dent. Dr. Bernhard Saneke, Zahnarzt und medizinischer Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums Dentalplus in Wiesbaden „Wer die Hände frei haben möchte, kann ein Kühlpack zum Beispiel mit einem dünnen Schal am Gesicht befestigen: Man bindet den Schal über dem Kopf zusammen und schiebt den Kühlpack dann an die Wange.“


Nachblutungen stoppen

Nach der OP oder auch noch später kann die Wunde noch etwas nachbluten. Das Bluten kann gestoppt werden, indem man für etwa eine halbe Stunde auf eine saubere Kompresse oder ein zusammengefaltetes Leinentuch (z.B. Herrentaschentuch) beißt. Dabei den Kopf hochlagern. Sollte die Wunde aber auch noch Stunden nicht aufhören zu bluten sollte der Arzt erneut aufgesucht werden.

Nachblutungen kann man vermeiden, indem man in den ersten Tagen nach dem Eingriff auf sportliche Aktivitäten und anstrengende Arbeiten im Garten oder Haushalt verzichtet. Auch koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Schwarztee und Energy-Drinks lieber vom Speiseplan streichen.
„Beim Entfernen des Weisheitszahns im Oberkiefer entsteht mitunter eine Verbindung zur Kiefernhöhle. Damit diese heilen kann muss 2 Wochen lang heftiges Schnäuzen oder Niesen vermieden werden. Durch den dabei entstehenden Druck würde verhindert werden, dass sich diese Verbindung wieder verschließt. Wenn die Nase verstopft ist sollte daher Nasenspray verwendet werden, um den Schleim zu lösen, rät Dr. Saneke.


Essen und Trinken nach der Weisheitszahn-Entfernung

Natürlich soll trotz der Wunde im Mundraum nicht auf Essen und Trinken verzichtet werden. Solange die Betäubung noch wirkt, sollte man aber mit dem Essen noch abwarten: Denn sind Lippe und Zahnfleisch taub, kann man sich selber leicht verletzen, indem man auf seine eigene Wange oder Lippe beißt ohne es zu spüren. Um die Wunde zu schonen, sollte in den ersten Tagen eher weiche oder pürierte Nahrung wie Gemüse, Kartoffelbrei und ähnliches gegessen werden. Das verhindert größere Anstrengung der Kaumuskulatur, die schmerzhaft ist und auch zu Nachblutungen führen kann.

„Viele Patienten essen schon einen Tag nach dem Eingriff weiche Brötchen mit Aufstrichen, Reis, Nudeln oder Gemüse. Eis schmeckt nicht nur gut, sondern kühlt den Mundraum zusätzlich. Auch das Lutschen von kleinen Eiswürfeln ist eine gute Idee. Die Annahme, man dürfe keine Milchprodukte essen, hält sich wacker – ist jedoch nur bedingt richtig und gilt wirklich nur für die ersten Stunden nach dem Eingriff“, beruhigt Dr. Saneke.

Trinken sollte man am besten klare Flüssigkeiten wie kalte Kräuter- oder Früchtetees, Wasser oder Saftschorlen. Koffeinhaltiges wie Kaffee, schwarzer und grüner Tee sowie Alkohol sollte in den ersten Tagen gestrichen werden. Dass Rauchen für die Wundheilung nicht gut ist versteht sich von selber. Insbesondere bei Weisheitszahnentfernungen im Oberkiefer mit Eröffnung der Kieferhöhle sollte man das Rauchen tatsächlich zwei Wochen unterlassen. Dann kann man es auch für die Zukunft gleich ganz aufhören.

„Da das Öffnen des Mundes schwer fällt, wird man dazu verführt, einen Strohhalm beim Trinken zu benutzen. Aber das durch das Saugen erzeugte Vakuum kann die Wunde zum Bluten bringen. Also besser mit kleinen Schlucken vorsichtig trinken“, empfiehlt Dr. Saneke.


Hochgestapelt und griffbereit

Nach dem Eingriff sind erst mal Ruhe und Erholung angesagt. Egal ob man es sich auf dem Sofa oder im Bett gemütlich macht, ein paar hochgestapelte Kissen halten Kopf und Oberkörper aufrecht. So kann die Schwellung besser abklingen. Auf viel Rumlaufen und sportliche Aktivität sollte man erst mal verzichten. Am besten, man legt sich alles „Wichtige“ wie Verbandsmull, Schmerzmittel, Trinken, Handy, Fernbedienung und Buch in seine Nähe und verzieht sich aufs Sofa oder ins Bett. Da viel Sprechen die Durchblutung der Wunde fördert, wegen der Schwellung sich der Mund aber auch nur unter Schmerzen öffnen lässt, fallen lange Unterhaltungen erst mal aus.


Schmerzmittel so viel wie nötig

Nach einer Weisheitszahn-OP hat man mitunter Schmerzen, die von jedem anders empfunden werden. Es hilft nicht, wenn man versucht, diese einfach zu ertragen, da dies sich eher negativ auf die Heilung auswirkt und den Körper schwächt. Der Schmerz wird erst spürbar, wenn die Betäubung nachlässt. Daher am besten schon vorher die erste Schmerztablette einnehmen und direkt nachlegen, sobald die Wirkung nachlässt. Spätestens ab dem dritten Tag sollte man jedoch mit immer weniger Schmerzmittel auskommen, wenn überhaupt.
„Ibuprofen 400 hilft sehr gut, die Schmerzen zu kontrollieren, und durch die leicht entzündungshemmende Wirkung heilt die Wunde gut. Auf Aspirin oder ASS sollte aber verzichtet werden, da diese Mittel blutverdünnend sind und somit die Gerinnung hemmen“, empfiehlt Dr. Saneke.


Zähneputzen nach der Zahn-OP

Rund um die Operationswunde bzw. -naht sollte vom ersten Tag an mit einer weichen Zahnbürste normal geputzt werden. Die Wunde dabei nicht berühren. Stattdessen milde Mundspülungen, zum
Beispiel Meridol, verwenden oder verdünnte Kamillenlösung. Aber nicht übertreiben, sonst wird die Heilung verzögert.

„Weißliche Beläge auf der Wunde sind üblich. Es handelt sich dabei nicht um Eiter sondern natürliche Wundbeläge“, erklärt Dr. Saneke. „Durch das Eiweiß-Fibrin gerinnt das Blut und bildet eine weiße Schicht, die die Wunde verschließt. Daher die Beläge bitte nicht entfernen.“


Was es zu beachten gilt

Normalerweise verläuft die Wundheilung im Mund gut. Es treten nur selten Komplikationen auf. Der Speichel enthält spezielle Enzyme wie Lysozym, die antibakteriell wirken.
Nehmen die Schmerzen jedoch zu, oder die Schwellung verstärkt sich selbst nach 48 Stunden noch und zieht Richtung Hals oder Schläfe dann sollte unbedingt der Arzt erneut aufgesucht werden, insbesondere auch wenn Fieber eintritt.

Mitunter kommt es bei der Entfernung von Weisheitszähnen zu einer gestörten Wundheilung. Das leere Fach (Alveole), in dem vorher die Zahnwurzel war, muss sich mit Regenerationsgewebe auffüllen. Dieser Prozess geht direkt vom darunter liegenden Kieferknochen aus. Bleibt die Alveole aber leer (sog. „dry soccet“), kann es zu einer trockenen Knochenentzündung kommen (Ostitis sicca). In dem Fall wird der Zahnarzt die Wundheilung mit einem speziellen Medikament, das er in die Alveole hineingibt anregen, oder das Knochenfach erneut ausschaben, um so erneutes Einbluten zu provozieren.

Die Weisheitszähne sind gezogen und mit diesen Tipps steht einer guten Heilung nichts im Weg




Lösungen für Verbesserungen bitte statt PR-Rituale!
Lösungen für Verbesserungen bitte statt PR-Rituale!


Methodische Kritik an der Jahresstatistik des MDK

Die Berichts-Saison hat begonnen: Krankenkassen und Medizinische Dienste veröffentlichen regelmäßig Rankings und Reporte, die sich unter anderem mit der Behandlungsqualität in Arzt- und Zahnarztpraxen befassen. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) kritisiert diese Flut von Auswertungen. „Unter dem Deckmantel von Wissenschaftlichkeit und Patientensicherheit sind sie zu einem politischen Kampfinstrument der Kostenträger geworden“, sagte Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV.

„Über die nachweislich ausgezeichnete Versorgungsqualität in Deutschland sagen diese vermeintlich belastbaren Zahlenkolonnen wenig bis nichts aus. Vielmehr handelt es sich häufig um schlagzeilenträchtige PR-Rituale, die Patienten unnötig verunsichern, statt praktikable Lösungen für echte Verbesserungen aufzuzeigen. Angenommene Behandlungsfehler und angebliche Dunkelziffern lassen kaum seriöse Aussagen über die tatsächliche Versorgungsqualität zu.“

Insbesondere übt die Vertragszahnärzteschaft seit Jahren methodische Kritik an der irreführenden Präsentation der Daten in Form reiner Fallzahlen. „Die Ergebnisse werden offensichtlich aus Effekthascherei bewusst nicht in ein transparentes Verhältnis zum Behandlungsaufkommen im jeweiligen Leistungsbereich gesetzt. Immerhin zählt die Zahnärzteschaft mit bundesweit etwa 42.000 Praxen zu einer der am häufigsten konsultierten Facharztgruppen. Unser Behandlungsaufkommen ist folgerichtig enorm. Den 94 Millionen Fällen von allgemeinen, konservierenden und chirurgischen Behandlungen sowie 115 Millionen Behandlungen in allen zahnärztlichen Leistungsbereichen im Jahr 2018 stehen meist wenige vermutete und noch weniger belegte Behandlungsfehler gegenüber“, sagte Eßer.

Dagegen leiste das System zahnärztlicher Qualitätsförderung täglich konkrete Beiträge für eine flächendeckend gute Versorgungsqualität. „Die aktive Mitwirkung von Zahnärzteschaft und Praxispersonal ist dabei sehr ausgeprägt - das ist entscheidend! Qualitätsförderung und eine konsequente Fehlervermeidungskultur können nur in den Praxen nach dem Grundsatz Jeder Fehler ist einer zu viel erfolgreich gelebt werden. Trotz höchster Standards lassen sich Fehler nie völlig ausschließen. Statt aber auf noch mehr Bürokratie und Bevormundung setzen wir als Berufsstand auf Beteiligung und Verantwortung, um die Patientensicherheit kontinuierlich weiter zu verbessern“, betonte Eßer.

  • Zu den wichtigsten Instrumenten zählt dabei das Netz von Beratungsstellen bei KZVen und Kammern in den Ländern. Patienten erhalten dort kostenlos und fachlich kompetent Auskunft zu Behandlungen, Therapiealternativen, Kosten, Zweitmeinungsverfahren und Risiken bei bestimmten Eingriffen (www.patientenberatung-der-zahnaerzte.de).
  • Das Online-Berichts- und Lernsystem „CIRS dent - Jeder Zahn zählt!“ für Praxen ist ein weiterer Beitrag zu einem Mehr an Patientensicherheit (www.cirsdent-jzz.de).
  • Auch das kürzlich im Terminservice- und Versorgungsgesetz bestätigte, einvernehmliche Gutachterverfahren dient direkt den Patienten. Als bewährte Form der Überprüfung und Sicherung der Behandlungsqualität ist es bei Patienten, Zahnärzten und Kassen seit vielen Jahren anerkannt (www.kzbv.de).
  • Die Vertragszahnärzteschaft beteiligt sich zudem an der Entwicklung wissenschaftlicher Leitlinien und gewährleistet so eine Versorgung, die sich am aktuellen Stand zahnmedizinischer Forschung ausrichtet.
  • Zahnärztinnen und Zahnärzte bilden sich über den gesetzlich vorgegebenen Rahmen hinaus fort, erweitern fortlaufend ihre Behandlungskonzepte und sichern ihren Patienten so die Teilhabe am zahnmedizinischen Fortschritt.
  • Gesetze und Richtlinien beinhalten eine Vielzahl verpflichtender Maßnahmen der Qualitätssicherung.
  • Alle Umfragen und Erhebungen weisen für den Berufsstand regelmäßig Spitzenwerte aus: Vier von fünf Patienten würden ihren Zahnarzt weiterempfehlen. Die Gesamtzufriedenheit ist damit höher als bei Haus- und Fachärzten.

Die KZBV-Grafik „Das System der vertragszahnärztlichen Qualitätsförderung“ stellt die Vielzahl der Instrumente  zur Steigerung der Behandlungsqualität leicht verständlich dar.




Neue Zähne: hochfest – und sofort einsetzbar
Neue Zähne: hochfest – und sofort einsetzbar


Bis zur Entwicklung der Fraunhofer-ISC-Lösung galten Glaskeramiken als ausgereizt.

Deutlich verbesserte Glaskeramiken

Die Ansprüche an einen Zahnersatz sind hoch: Er soll natürlich aussehen, versehentliche Bisse auf einen Kirschkern aushalten – und möglichst sollte der Patient im Zahnarztstuhl warten können, während der Zahnersatz individuell gefräst und eingesetzt wird. Dr. Bernhard Durschang und Dr. Jörn Probst vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC haben einen solchen Zahnersatz entwickelt und erhalten dafür den Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen«.

Der Zahn ist stark geschädigt und muss repariert werden. Zahnärzte greifen dabei auf unterschiedliche Materialien zurück, unter anderem auf Glaskeramiken. Denn diese wirken am natürlichsten, zudem kann der Arzt einen Glaskeramik-Zahnersatz direkt in der Praxis fertigstellen. Dafür erfasst er zunächst die Zahnsituation im Mundraum des Patienten über eine Stiftkamera, eine Software errechnet die individuellen CAD-Daten, ein Fräsgerät schneidet die Krone via CAM automatisch und passgenau zurecht. Anschließend wird der Rohling bei mindestens 800 Grad Celsius gehärtet – ein zeitaufwändiger Arbeitsschritt. Zudem verändert sich durch das Aufheizen die Farbe der Krone. Es kann also sein, dass die Brücke farblich nicht perfekt zu den restlichen Zähnen passt: Dann muss sie noch durch eine Verblendung angepasst werden.


Glaskeramiken galten als ausgereizt

Zahnärzte wie Patienten wünschen sich jedoch ein Produkt, das so schnell individuell anzupassen ist, dass der Patient im Zahnarztstuhl darauf warten kann – man spricht dabei auch von einer Chairside-Behandlung. Darüber hinaus soll der Zahnersatz eine möglichst hohe Festigkeit haben, um den Belastungen auch wirklich dauerhaft standhalten zu können. Bei bisherigen Glaskeramiken waren solche Verbesserungen nicht mehr möglich: Sie galten als ausgereizt.

Doch genau einen solchen Zahnersatz haben Dr. Bernhard Durschang und Dr. Jörn Probst vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg nun entwickelt, gemeinsam mit den Unternehmen VITA Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG und Degu-Dent GmbH. Dafür wurden die beiden Fraunhofer-Forscher mit dem Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen« ausgezeichnet. »Unsere Glaskeramik ist mit mehr als 500 MPa deutlich fester und robuster als herkömmliche Glaskeramiken, die nur auf rund 350 MPa kommen«, sagt Probst, der seit 2002 für das Anwendungsgebiet Gesundheit am Fraunhofer ISC verantwortlich ist. »Zudem kann das Nachhärten im Ofen entfallen. Und: Die Glaskeramik weist in allen verschiedenen Farbnuancen mit ihrer zahnschmelzartigen Transluzenz eine hervorragende Optik auf. Der Zahnersatz kann optimal entsprechend der Zahnfarbe des Patienten ausgewählt werden und wirkt vollkommen natürlich.«


Querdenken führte zum Ziel

Aber wie haben die Forscher es geschafft, einem eigentlich ausgereizten Material so viele Verbesserungen zu entlocken? Glaskeramiken bestehen aus einer amorphen Glasphase und einem kristallinen Anteil. Bisher versuchten Forscher, den Anteil der kristallinen Phase möglichst weit nach oben zu treiben – schließlich sorgte diese für die Festigkeit. Die beiden Wissenschaftler des Fraunhofer ISC brachen jedoch mit dieser Lehrbuchmeinung. »Wir haben stattdessen an den Eigenschaften der Glasphase gedreht – und Erstaunliches erreicht«, erläutert Durschang, der seit 1996 am Fraunhofer ISC Gläser und Glaskeramiken entwickelt. »Mischt man dem amorphen Anteil verschiedene Metalloxide zu, steigt dessen Festigkeit. Somit wandelt sich der amorphe Anteil vom unliebsamen Restglas, das man loswerden will, zu einem nützlichen Anteil, der die Gesamtfestigkeit sogar noch steigert.«

Das Projekt reichte weit über die eigentliche Materialentwicklung hinaus. Die beiden Partnerfirmen erhielten alles aus einer Hand: von der ersten Lösungsidee bis zur CE-zertifizierten Produktionsanlage. Mittlerweile ist die neuartige Glaskeramik bereits bei vielen Zahnärzten im Einsatz. Der Jahresumsatz dieser Glaskeramiken bei den beiden Partnerfirmen liegt bereits im zweistelligen Millionenbereich – es werden für die kommenden Jahre jährliche Wachstumsraten von rund 20 Prozent erwartet.